Unternehmens-Chronik
1876 – 1907
Gründung und frühe Entwicklung
R. STAHL beginnt als mechanische Werkstatt und baut das Geschäft zunächst mit Haushaltsgeräten, Textilmaschinen und ersten Maschinenexporten auf.

- 1876 Rafael Stahl und Gustav Weineck gründen in Stuttgart die Firma „Stahl und Weineck“.
- 1880 – 1886 Rafael Stahl und Wilhelm Stücklen etablieren eine Rundwirkmaschinenfabrik und errichten ein eigenes Fabrikgebäude in Stuttgart-Feuerbach.
- 1893 – 1898 Mit Handaufzug, elektrischem Aufzug und elektrischem Lauf- bzw. Brückenkran beginnt die Fördertechnik.
- 1899 – 1907 Nach dem Tod Rafael Stahls führen Katharina Stahl sowie die Söhne Karl und Rafael das Familienunternehmen weiter.
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1876 Unternehmensgründung
Am 1. August 1876 gründet der Schlossermeister Rafael Stahl mit Mut und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten im Alter von 31 Jahren zusammen mit seinem Teilhaber Gustav Weineck in Stuttgart die Firma „Stahl und Weineck“: Das Deutsche Kaiserreich ist gerade einmal fünf Jahre alt und die Nachwirkungen der Wirtschaftskrise mit dem Börsenkrach von 1873 sind noch spürbar. Die Wirtschaft wächst vorsichtig, doch die beiden Gründer glauben an ihre Ideen.
In ihrer mechanischen Werkstatt in der Cannstatter Straße stellen sie Haushaltsgeräte und Maschinen für die Textilindustrie her. In den folgenden Jahren verbessern sie systematisch die Qualität, erschließen neue Märkte und erweitern ihr Portfolio – unter anderem um moderne elektrische Bügeleisen und Rundwirkmaschinen zur Herstellung von Trikotstoff.
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1880 – 1907 Rundwirkmaschinenfabrik und zweite Generation
Nach dem Tod seines Teilhabers Gustav Weineck etabliert Rafael Stahl zusammen mit dem Kaufmann Wilhelm Stücklen eine Rundwirkmaschinenfabrik. Vor dem Hintergrund von zwei Patentanmeldungen errichten die beiden sechs Jahre später in Stuttgart-Feuerbach ein eigenes Fabrikgebäude – die „R. STAHL Rundstuhlfabrik Stuttgart-Feuerbach“. Hier stellen sie Rundwirkmaschinen für die Trikotstoff-Fabrikation her.
Dabei kommt die Kundschaft nicht nur aus Württemberg, dem damaligen deutschen Zentrum für Trikotstoff – auch der Export gewinnt zunehmend an Bedeutung: Sie verschiffen die Maschinen bis in die USA und in das ferne China. Doch mit der Änderung der Damenmode geht der Bedarf an Trikotstoff zurück und auch die Nachfrage nach entsprechenden Produktionsmaschinen nimmt ab. Die beiden Unternehmer reagieren und verkleinern die Firma.
Beginn der Fördertechnik
1893 baut R. STAHL den ersten Handaufzug, 1897 folgt der erste elektrische Aufzug und 1898 der erste elektrische Lauf- bzw. Brückenkran. Damit beginnt im Unternehmen das Zeitalter der Fördertechnik. So wird in den nächsten Jahren das Geschäft mit Aufzügen, Elektroflaschenzügen und Kranen immer weiter ausgebaut.
Zweite Generation mit neuen Ideen
Der Unternehmensgründer Rafael Stahl stirbt im Alter von nur 54 Jahren. Von nun an ist seine Witwe Katharina Stahl bis zu ihrem Tod 1907 Inhaberin der Firma. Und die beiden Söhne Karl Stahl (Kaufmann) und Rafael Stahl (Techniker), die bereits in das Familienunternehmen eingetreten waren, führen gemeinsam die Maschinenfabrik R. STAHL. Der Erfindergeist und die Umsetzungsstärke leben weiter: Es werden viele neue Ideen entwickelt, Maschinen konstruiert und Geräte gebaut. Die Herstellung von Rundwirkmaschinen wird allerdings mangels Nachfrage eingestellt.
1908 – 1950
Fördertechnik und Weltkriege
Das Unternehmen entwickelt sich vom Handwerksbetrieb zum Industrieunternehmen, baut die Fördertechnik aus und bewältigt Weltkrieg, Wirtschaftskrise und Wiederaufbau. 
- 1908 Der Paternoster wird in das Programm aufgenommen; Nachfrage und Export steigen.
- 1914 – 1919 Der Erste Weltkrieg unterbricht die Entwicklung; nach Kriegsende folgt der Neustart mit einem patentierten Elektro-Flaschenzug.
- 1926 R. STAHL entwickelt explosionsgeschützte elektrische Befehls- und Steuergeräte.
- 1929 – 1932 Die Weltwirtschaftskrise führt erstmals zu Entlassungen; danach erholt sich die Auftragslage.
- 1930er – 1950 Nach Krieg und Zerstörung beginnt der Wiederaufbau und die dritte Generation baut das Unternehmen weiter aus.
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1908 – 1919 Vom Handwerksbetrieb zur industriellen Fertigung
Mit dem neuen Jahrhundert hält in fast allen Lebensbereichen die Elektrizität Einzug. So auch in der Produktion: R. STAHL wandelt sich vom Handwerksbetrieb zum Industrieunternehmen. Der Aufzugsbau gewinnt an Bedeutung und das Unternehmen nimmt den Personen-Umlaufaufzug – besser bekannt als Paternoster – ins Programm auf. Eine der ersten dieser modernen Anlagen entsteht im renommierten Stuttgarter Graf-Eberhard-Bau. Die Nachfrage steigt, auch im Export.
Neubeginn nach dem 1. Weltkrieg
Der 1. Weltkrieg (1914–1918) unterbricht den Aufbau des Unternehmens jäh. Viele Betriebsangehörige werden eingezogen, es fehlt an Material und die Nachfrage bricht ein. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, fertigt das Unternehmen zeitweise Waffenteile.
Nach Kriegsende läuft die Wirtschaft wieder an und der dritte Bruder, Dr. Hugo Stahl, der seit 1906 an der Leitung des Unternehmens beteiligt ist, stellt seinen Elektro-Flaschenzug mit patentierter biegsamer Gewindekette vor. Damit legt er den Grundstein für spätere große Erfolge der Elektrozug-Abteilung und das Unternehmen entwickelt sich zu einem Großbetrieb am Standort Stuttgart-Wangen.
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1926 – 1950 Einstieg in den Explosionsschutz und Wiederaufbau
Die Firma feiert ihr 50-jähriges Jubiläum! Die Hyperinflation von 1923 ist Geschichte, die Reichsmark stabil, die Wirtschaft erholt sich und Stuttgart zeigt sich mit Daimler, Bosch und vielen Mittelständlern als funktionierender Wirtschaftsraum. Die BASF in Ludwigshafen ist Großkunde von R. STAHL und hat Bedarf an Geräten für den Einsatz in Bereichen mit explosionsgefährlichen Gasen. Also entwickeln die kundenorientierten Tüftler von R. STAHL explosionsgeschützte elektrische Befehls- und Steuergeräte. Damit ist der Grundstein für den Bereich Explosionsschutz gelegt, der das Unternehmen über die nächsten hundert Jahre prägen wird.
Weltwirtschaftskrise
Im Zuge der Weltwirtschaftskrise 1929 geht die Industrieproduktion in Deutschland um fast die Hälfte zurück und die Arbeitslosenzahlen steigen bis 1932 auf nicht gekannte Rekordhöhen. Das geht auch an R. STAHL nicht spurlos vorüber und das Unternehmen muss erstmals Mitarbeitende entlassen. Ab Mitte der 30er Jahre verbessert sich die Auftragslage langsam wieder, so dass der Aufzug- und Elektrozugbau gut ausgelastet ist: Das Unternehmen stellt jetzt technisch optimierte Krane her, die eine Tragkraft von bis zu 100 Tonnen haben.
Wiederaufbau und Wirtschaftswunder
Die Enkel des Gründers sind schon in den 1930er Jahren in das Unternehmen eingetreten und werden in der Nazizeit und während des 2. Weltkriegs ab 1939 vor große Herausforderungen gestellt. Nach unglaublichem Leid und Zerstörung sind nach Kriegsende auch die Betriebsstätten von R. STAHL größtenteils zerstört. Doch mit Unterstützung der USA wird Deutschland wieder aufgebaut. Dadurch ergibt sich für die dritte Stahl-Generation die Chance, Teil des deutschen Wirtschaftswunders zu werden. So geht der Ausbau des Unternehmens in den Nachkriegsjahren in rasantem Tempo voran.
1950 – 1970
Explosionsschutz und Aufzugsbau
Nach dem Krieg werden Produkte überarbeitet und neu entwickelt. Der Explosionsschutz wächst zu einem eigenständigen Bereich, während der Aufzugsbau 1970 endet.

- 1950 Alle Produkte werden überarbeitet oder neu entwickelt; R. STAHL wird bei Aufzügen, Zügen und im Explosionsschutz führend.
- 1954 Der Bereich EX-Schaltgeräte und EX-Schaltanlagen wird eigenständig geführt.
- 1956 R. STAHL baut den schnellsten Aufzug der Welt für den Messeturm Hannover.
- 1962 Kunststoffkapselungen werden als Innovation im Explosionsschutz eingeführt.
- 1965 – 1970 Die Fusion mit Zaiser führt später zum Verkauf des Aufzugsbaus an Rheinstahl.
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1950 – 1954 Überarbeitungen, Neuentwicklungen und Ex-Bereich
Alle Produkte werden überarbeitet oder neu entwickelt. Das führt dazu, dass sich das Unternehmen zu einem der größten Aufzugsbauer und führenden Anbieter von Seil- und Kettenzügen entwickelt. Immer wieder gelingen technische Meisterleistungen und mit dem Elektus entwickelt R. STAHL das erste tragbare elektrische Kleinsthebezeug der Welt – mit nur 23 kg Eigengewicht und einer Tragkraft von bis zu 500 kg. Im Markt für explosionsgeschützte elektrische Betriebsmittel macht R. STAHL mit bahnbrechenden Entwicklungen von sich reden und steigt dort zum Marktführer mit internationalem Vertrieb auf.
Explosionsschutz wird eigenständiger Bereich
Der Bereich EX-Schaltgeräte und EX-Schaltanlagen wird ab 1954 als eigenständiger Unternehmensbereich geführt und entwickelt sich in den folgenden Jahren äußerst positiv. Der R. STAHL Bereich Explosionsschutz wächst rasant und bringt immer neue bahnbrechende Innovationen auf den Markt. Dazu zählt unter anderem die Einführung von Kunststoffkapselungen.
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1956 – 1970 Aufzugbau, Zaiser und Verkauf
Der Ausbau des Vertriebs auf nationaler und vor allem auf internationaler Ebene wirkt sich auch positiv auf das Wachstum des Aufzugsbaus aus. Befeuert wird diese Entwicklung durch Renommeeprojekte wie den schnellsten Aufzug der Welt, den R. STAHL in den Messeturm von Hannover einbaut.
Kunststoffkapselungen
Der R. STAHL Bereich Explosionsschutz wächst rasant und bringt immer neue bahnbrechende Innovationen auf den Markt. Dazu zählt unter anderem die Einführung von Kunststoffkapselungen.
Zusammenschluss mit Wettbewerber Zaiser
R. STAHL fusioniert mit dem ebenfalls in Stuttgart beheimateten Aufzugsbauer Zaiser. Danach wurden Aufzugsanlagen unter dem Markennamen STAHL-Zaiser ausgeliefert und die Zahl der Gesamtbelegschaft steigt auf 2.800.
Verkauf des Aufzugsbaus
Das starke Wachstum des Aufzugsbaus überfordert spätestens nach der Übernahme von Zaiser die Strukturen des Familienunternehmens. Deshalb entschließt sich die Unternehmensführung dazu, den Bereich Aufzugsbau an Rheinstahl zu verkaufen und sich stärker auf andere Geschäftsfelder zu konzentrieren.
1975 – 1997
Internationalisierung und Börsengang
R. STAHL baut die internationale Präsenz aus, entwickelt wichtige Ex-Technologien und schafft mit Kapitalgesellschaft und Börsengang die Grundlage für weiteres Wachstum.

- 1975 Neue Lumineszenzdioden kommen bei explosionsgeschützten Leuchtmeldern zum Einsatz.
- 1976 R. STAHL feiert das 100-jährige Bestehen.
- 1979 – 1985 Internationale Standorte entstehen; bis 1985 gibt es 20 ausländische Gesellschaften.
- 1983 Das explosionsgeschützte Steckvorrichtungssystem CES erobert den Markt.
- 1987 ICS MUX wird als Vorläufer moderner Remote-I/O-Systeme vorgestellt.
- 1989 – 1997 EXLUX, Weimar, Normenharmonisierung, Aktiengesellschaft und Börsengang prägen die Entwicklung.
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1975 – 1987 Leuchtdioden, Internationalisierung und ICS MUX
R. STAHL setzt erstmals die neuen Lumineszenzdioden bei explosionsgeschützten Leuchtmeldern ein. Die Nutzungsdauer der Halbleiterdioden ist extrem hoch, ebenso die Schock- und Vibrationsfestigkeit.
100 Jahre R. STAHL
Das Unternehmen blickt auf hundert bewegte Jahre mit vielen Innovationen und Anpassungen des Geschäftsmodells zurück. Inzwischen gehört R. STAHL zu den Marktführern in den Bereichen Explosionsschutz und Fördertechnik. Zum Jubiläum kann das
Unternehmen optimistisch in die Zukunft blicken.Internationalisierung
Mit den Erfolgen im Explosionsschutz expandiert R. STAHL international und bearbeitet auch die ausländischen Märkte in Europa, Amerika und Asien. Dort entstehen immer neue Standorte für Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service. Die erste Tochtergesellschaft für Ex-Schutz entsteht in den USA, 1983 folgt Japan und bis 1985 werden es 20 ausländische Gesellschaften sein.
Ex-Steckvorrichtung
Eine spektakuläre Neuentwicklung gelingt R. STAHL mit dem neuen explosionsgeschützten Steckvorrichtungssystem CES, das mit seinen überzeugenden Vorteilen schnell den Markt erobert.
ICS MUX
R. STAHL präsentiert außerdem das eigensichere Feldbussystem ICS MUX – den Vorläufer aller modernen Remote-I/O-Systeme. Auf diesen Datenbus können eine Million Signalbits übertragen werden. ICS MUX basiert auf einem modularen Konzept und einem eigensicheren 1-Mbit/s-Feldbus. In den folgenden Jahren wird daraus der Weltmarktführer IS1+ Remote I/O entstehen.
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1989 – 1997 EXLUX, Weimar, Feldbus und Börsengang
Das Unternehmen bringt mit der EXLUX-Baureihe die ersten explosionsgeschützten Langfeldleuchten auf den Markt. Damit ist der Einstieg in explosionsgeschützte Leuchtenprogramme getan. Etwa vier Jahre später wird mit der EXLUX 6000 eine robuste GFK-Langfeldleuchte kommen, die sich zum Industriestandard entwickelt und für R. STAHL ein prägendes Produkt wird.
Neues Leuchtenwerk in Weimar
In Weimar weiht R. STAHL ein neues Werk für die Produktion explosionsgeschützter Leuchten ein. Das Unternehmen setzt damit nach der Wiedervereinigung 1990 ein Zeichen für die gemeinsame Zukunft in Ost und West.
Größtes Feldbusprojekt auf Bohrinsel
Große Bereiche von Öl-Bohrinseln sind explosionsgefährdet. Als kompetenter Partner und anerkannter Spezialist liefert R. STAHL für die norwegische Plattform Heidrun die Komponenten und Systeme für diese Umgebungen.
Normenbarriere fällt
Normen legen einheitliche Anforderungen an Produkte, Dienstleistungen sowie Verfahren fest und erleichtern den internationalen Handel. Nach 25 Jahren Widerstand gehört die Normenbarriere der USA der Vergangenheit an und es ist ein großer Schritt bei der globalen Harmonisierung der Normierung im Explosionsschutz getan.
Umwandlung in Kapitalgesellschaft und Börsengang
Um das weitere Wachstum des Unternehmens zu finanzieren, erfolgte 1993 die Umwandlung der R. STAHL GmbH & Co. in eine Aktiengesellschaft. Am 21. Juli 1997 findet auf dem Parkett der Frankfurter Börse der IPO (Initial Public Offering) statt. Damit ist das Unternehmen börsennotiert und wechselt vom privaten zum öffentlichen Handel.
1998 – 2005
ELECTROMACH und strategische Neuausrichtung
Mit ELECTROMACH, neuen Standorten und dem Remote-I/O-System IS1 stärkt R. STAHL seine Position, bevor sich das Unternehmen vollständig auf den Explosionsschutz konzentriert.

- 1998 Mit ELECTROMACH wird R. STAHL europäischer Marktführer im Explosionsschutz und steigt in Bedien- und Beobachtungssysteme ein.
- 2000 – 2001 In Waldenburg entsteht ein neues Werk; IS1 und HMI-Lösungen werden ausgebaut.
- 2001 – 2003 Ein Restrukturierungsprogramm führt zurück in die Gewinnzone und verändert die Fördertechnik-Strategie.
- 2005 Der Bereich Fördertechnik wird verkauft; R. STAHL konzentriert sich auf den margenstärkeren Explosionsschutz.
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1998 – 2003 ELECTROMACH, Neubau und Restrukturierung
Mit Übernahme des niederländischen Unternehmens ELECTROMACH B.V. wird R. STAHL zum europäischen Marktführer in Sachen Explosionsschutz. Im selben Jahr steigt R. STAHL auch in den Markt für Bedien- und Beobachtungssysteme ein.
Neubau in Waldenburg
Die R. STAHL Unternehmensgruppe startet mit dem größten Neubauprojekt der Unternehmensgeschichte in das neue Jahrtausend: Am heutigen Stammsitz in Waldenburg entsteht im Gewerbepark für 90 Millionen DM ein neues Werk auf einem 14 ha großen Gelände für den Unternehmensbereich Explosionsschutz. Die Kompetenzcenter-Organisation soll unter anderem die Durchlaufzeiten verringern und die Effizienz steigern. Pünktlich zum 125-Jährigen geht das Werk 2001 in Betrieb.
Neues Remote I/O – IS1
Auf Basis der Erfahrungen mit ICS MUX und VOS 200 wird ein vollkommen neues Remote I/O – IS1 entwickelt. Dieses System wird in den Folgejahren weltweit eingesetzt und steigt schließlich zum Marktführer auf. 2009 wird es eine Ethernet-Erweiterung geben und 2012 eine neue modernisierte Generation IS1+ mit mehr Kanälen, höheren Leistungsreserven und besserer Integration in moderne Leitsysteme.
Jubiläum mit Restrukturierungsprogramm
Nachdem der Konzern in seinem 125-jährigen Jubiläumsjahr bedingt durch ein schwieriges konjunkturelles Umfeld in die Verlustzone gerutscht ist, startet der Vorstand ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm. Das Programm umfasst unter anderem Strukturanpassungen, Prozessoptimierungen, Komplexitätsreduzierung, Materialkostenoffensive, Vertriebsprojekte, Rentabilitätssteigerung, Liefertreueverbesserung sowie Führungs- und Personalentwicklung. Nach zwei Jahren schreibt das Unternehmen wieder schwarze Zahlen.
HMI-Läsungen gewinnen an Bedeutung
Die SAE-Stahl GmbH wurde für die Entwicklung von Handhelds und Terminals gegründet und wird nun als HMI Systems GmbH komplett in die Unternehmensgruppe integriert. Sie ist spezialisiert auf explosionsgeschützte HMI-Lösungen (Human-Machine Interface), die zur besseren Kommunikation zwischen Mensch und Maschine bzw. Anlage beitragen.
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2003 – 2005 Fördertechnik mit neuer Strategie und Konzentration auf Ex-Schutz
Nachdem sich mit dem Standardgeschäft in der Fördertechnik nicht mehr genügend Absatzmengen generieren lassen, passt R. STAHL seine Unternehmensstrategie an, legt den Fokus auf kundenspezifische Spezialprodukte und baut das Systemgeschäft weiter aus. Das Unternehmen will sich zukünftig als kundenorientierter und servicestarker Lösungsanbieter positionieren.
Hängeleuchte 6470
Neu im Produktportfolio sind die robusten Hängeleuchten 6470 in unterschiedlichen Ausführungen für viel Licht auf große Flächen. Damals noch mit Hochdruck-Natrium- oder Metallhalogenlampen, später dann als LED-Version.
Konzentration auf Explosionsschutz
Nach der erfolgreichen Positionierung in der Marktnische der kundenspezifischen Fördertechnik wird dieser Unternehmensbereich gewinnbringend an den finnischen Marktführer KCI KoneCranes verkauft. Damit kann sich R. STAHL voll und ganz auf den margenstärkeren Explosionsschutz und dessen Weiterentwicklung konzentrieren. Hier hat sich das Unternehmen inzwischen zum Marktführer für Systemlösungen im elektrischen Explosionsschutz entwickelt, der seine Kunden vom Planungsprozess über die Installation bis zum Betrieb begleitet.
2006 – 2016
Technologie und globales Wachstum
Neue Marktsegmente, Systemlösungen, Ethernet, Forschung und Entwicklung treiben R. STAHL vom Spezialisten zum globalen Technologieanbieter.

- 2006 TRANBERG eröffnet den Zugang zum wachsenden Schiffbaumarkt.
- 2007 Die Hängeleuchte 6470 ergänzt das Portfolio.
- 2009 Ethernet-Remote-I/O und Diversifizierung stärken die Geschäftsentwicklung.
- 2010 – 2012 Clifford & Snell, Camera Systems und IS1+ erweitern Marktposition und Technologie.
- 2013 – 2016 Technologie, Standortausbau, LED, Wireless und EX 4.0 werden ausgebaut.
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2006 – 2012 TRANBERG, Ethernet und Systemlösungen
Mit der Übernahme der norwegischen TRANBERG A.S., einem Spezialisten für Off-Shore-Lösungen, erhält R. STAHL Zugang zum wachsenden Schiffbaumarkt und dessen Ausrüsterbranchen. Darüber hinaus können Vertriebs- und Produktsynergien realisiert werden, die das Umsatzwachstum entsprechend unterstützen.
Steigerung von Umsatz und Ertrag
Die Fokussierung auf das Geschäft mit explosionsgeschützten Produkten und Lösungen zeigt positive Ergebnisse: Umsatz und Ertrag steigen deutlich an – getragen durch die konjunkturbedingte hohe Nachfrage aus den wesentlichen Absatzmärkten Öl und Gas sowie Pharmazie und Chemie.
Erstes Ethernet Remote I/O-System
Auf der Produktseite macht das Unternehmen durch innovative Entwicklungen mit hohem Kundennutzen von sich reden. So bietet das erste Ethernet-Remote-I/O-System eine Plattform für Bus-Lösungen in explosionsgefährdeten Bereichen und damit die Möglichkeit, mit neuer Technik weiter zu modernisieren.
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2013 – 2016 Technologie, Standortausbau und Innovationen
R. STAHL will sich noch stärker auf erfolgversprechende Projekte konzentrieren, schneller auf Marktveränderungen reagieren und innovative Produkte kurzfristiger auf den Markt bringen. Dafür wurde unter anderem der neue Unternehmensbereich Technologie eingerichtet. Und die Maßnahme trägt erste Früchte: Die Module des neuen Remote-I/O-Systems IS1+ – eine Weiterentwicklung des bewährten Branchenstandardprodukts Remote I/O-System IS1 aus dem Jahr 2000 – haben mehr Kanäle, höhere Leistungsreserven und lassen sich besser in moderne Leitsysteme integrieren. Sie sind vollständig abwärtskompatibel zu ihren Vorgängern, sodass Anwender ohne jede Änderung existierende Geräte ersetzen und aufrüsten können.
Erweiterungsbauten in Waldenburg und Weimar
Durch das enorme Wachstum kommen die Standorte an ihre Kapazitätsgrenzen. In Waldenburg baut R. STAHL ein neues Entwicklungszentrum und in Weimar entsteht ein Entwicklungscenter für die Grundlagenforschung im Leuchtensegment.
Zukunftstechnologien auf dem Weg zur Serienreife
R. STAHL hat sich in schwierigen Zeiten gut behauptet. Das Unternehmen konnte seinen Marktanteil für explosionsgeschützte, elektrische Systemlösungen für die Prozessindustrie ausbauen und zum Marktführer aufsteigen. LED-Technik, Wireless-Technologien und Ethernet-Lösungen wurden bis zur Serienreife entwickelt.
Diversifizierung mit Fokus auf Chemie- und Pharmaziebranche
Im Rahmen der Diversifizierung legt R. STAHL bei seinen verstärkten Vertriebsmaßnahmen einen besonderen
Fokus auf die Chemie- und Pharmaziebranche. Damit soll nicht zuletzt die Abhängigkeit von der Öl- und Gasindustrie reduziert werden.Zahlreiche Innovationen
Neben zahlreichen Innovationen, insbesondere für EX 4.0-Lösungen, wurden neue Lösungen für die Funktechnik im Ex-Bereich eingeführt, ein Reinraum-HMI entwickelt und das Remote I/O-System um zusätzliche Funktionen erweitert.
2018 – 2023
Digitalisierung und neue Produktplattformen
Digitale Produktdaten, Lichtsteuerung, neue Geräteplattformen und digitale Vertriebswege erweitern das Lösungsangebot.

- 2018 EXpressure-Schaltschränke erweitern das Produktportfolio.
- 2019 DALI ermöglicht digitale Lichtsteuerung und Überwachung im Ex-Bereich.
- 2021 Das digitale Typenschild und „R. STAHL 2020“ treiben Produktdaten und Konzernprozesse voran.
- 2022 ORCA und die Partnerschaft für explosionsgeschützte Mobilgeräte erweitern das Angebot.
- 2023 YODALEX, Webshop, Produktkonfiguratoren und neue Gehäusegrößen stärken Digitalisierung und Wachstum.
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2018 – 2021 EXpressure, DALI und digitales Typenschild
Das Produktportfolio wurde um Schaltschränke mit der innovativen EXpressure-Technologie erweitert. Sie sind mit Gittern aus Edelstahldrahtgewebe ausgestattet, die im Explosionsfall Wärmeenergie aufnehmen und Druck abbauen. Diese innovative Gehäusekonstruktion bietet erhebliche Vorteile und entspricht aktuellen und zukünftigen Anforderungen.
Konzern soll profitabler werden
Die zurückliegenden Jahre haben gezeigt, dass die bestehenden Konzernstrukturen nicht geeignet sind, um auch unter schwierigen Marktbedingungen profitabel arbeiten zu können. Deshalb wurde das Programm „R. STAHL 2020“ ins Leben gerufen: Damit will das Unternehmen konzernweit einheitliche Prozesse schaffen, das Produktportfolio optimieren, die globalen IT-Systeme harmonisieren sowie die Komplexität der Abläufe reduzieren und effizienter gestalten.
DALI-Lichtsteuerung
Die LED-Leuchten mit der neuen digitalen DALI-Lichtsteuerung (Digital Addressable Lighting Interface) stellen Licht bedarfsgerechter bereit und können mit zusätzlicher Sensorik ausgerüstet werden, was die Anlagenoptimierung erleichtert und vorbeugende Wartung vereinfacht. Dank DALI-Protokoll funktioniert die Steuerung und Überwachung der Beleuchtung im Ex-Bereich komplett ortsunabhängig und geräteübergreifend auf allen Endgeräten.
Digitales Typenschild
Auf der Entwicklungsseite wirft das Unternehmen mit der Vorstellung des digitalen Typenschilds einen Blick in die Zukunft digitaler Produktdaten im Industrie-4.0-Kontext. Mit dem digitalen Typenschild und dem zugehörigen Datenzwilling werden alle relevanten Informationen eines Produkts über dessen gesamten Lebenszyklus in standardisierter Form abrufbar und nachverfolgbar.
miniCON-Steckverbinder
Die neuen miniCON-Steckverbinder sind äußerst flexibel, modular aufgebaut und überzeugen durch einfaches Handling, osteneinsparungen und Zukunftssicherheit – die einfachste, sicherste und zuverlässigste Lösung, Feldgeräte mit Stromquellen, Datennetzwerken oder anderen Geräten im EX-Bereich miteinander zu verbinden.
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2022 – 2023 ORCA, Expansion und Webshop
Produktseitig hat man mit der Geräteplattform ORCA einmal mehr seine Kundenorientierung unter Beweis gestellt: Das HMI wurde nach den Anforderungen führender Prozesshersteller entwickelt und die Modularität bietet die Möglichkeit, technologische Fortschritte problemlos im Elektronik- oder im Display-Modul zu integrieren – ein technologisches Konzept für die Zukunft.
YODALEX
Mit YODALEX hat das Unternehmen ein explosionsgeschütztes Signalgerät für raue Umgebungen entwickelt, das mit seinem integrierten Anschlussraum die sichere Installation vereinfacht, verkürzt und Beschädigungen vorbeugt. Getrieben von globalen Trends steigt der Bedarf an elektrischen Explosionsschutzlösungen weiter an. Diese Entwicklung will R. STAHL nutzen, um seine starke Position in Europa zu halten und in allen anderen Teilen der Welt Marktanteile hinzuzugewinnen.
Marktanteile außerhalb Europas im Blick
Getrieben von globalenTrends steigt der Bedarf an elektrischen Explosionsschutzlösungen weiter an. Diese Entwicklung will R. STAHL nutzen, um seine starke Position in Europa zu halten und in allen anderen Teilen der Welt, insbesondere im Nahen Osten, Amerika und Asien, Marktanteile hinzuzugewinnen.
Webshop
Mit dem durch Produktkonfiguratoren erweiterten neuen Webshop und dem neu implementierten CRM-System (Kundenbeziehungsmanagement) ist R. STAHL in Sachen Digitalisierung ein gutes Stück vorangekommen. Die fünf neuen Gehäusegrößen für explosionsgeschützte Komponentenkapselungen sowie die robuste und handliche LED-Rohrleuchte 6036 generieren relevante Nachfrage.
Explosionsgeschützte Mobilgeräte
Die neu geschlossene strategische Partnerschaft mit dem Innovations- und Weltmarktführer für explosionsgeschützte Mobilgeräte i.safe MOBILE soll für entsprechende Wachstumsimpulse sorgen.
Weitere Neuentwicklungen
Die fünf neuen Gehäusegrößen für explosionsgeschützte Komponentenkapselungen, die während der Installation und Inbetriebnahme erhebliche Vorteile bieten, generieren relevante Nachfrage. Ebenso die neue robuste und handliche LED-Rohrleuchte 6036, die durch Qualität, Effizienz, Lebensdauer, Stoßfestigkeit und einen breiten Einsatzbereich überzeugt.
2024-2026
Jubiläum und Zukunft
Standortinvestitionen, Digital Twin, TWINPORTAL und NEXUS verbinden Internationalisierung, Digitalisierung und die Zukunft des Explosionsschutzes.

- 2024 Bauprojekte in Weimar und Chennai sowie die Digital Twin Plattform stärken Standorte und digitale Produktdaten.
- 2025 ExSys Cool, TWINPORTAL und Digitalisierung auf drei Ebenen prägen die Entwicklung.
- 2025 Wegen geopolitischer Krisen werden Kapazitäten angepasst.
- 2026 Das 150-jährige Jubiläum und das Zukunftsentwicklungsprogramm NEXUS markieren den nächsten Abschnitt.
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2024 – 2025 Standortausbau, Digital Twin und Digitalisierung
R. STAHL investiert am Standort Weimar über 3 Millionen Euro in einen Erweiterungsbau. Bis Mitte 2025 entsteht dort eine Logistikeinheit mit knapp 2.000 Quadratmetern zusätzlicher, flexibel nutzbarer Fläche.
Digital Twin Plattform
Im Technologiebereich hat das Unternehmen auf Basis des 2021 erstmals vorgestellten digitalen Typenschilds eine Digital Twin Plattform mit umfangreichen Anwendungsmöglichkeiten entwickelt.
Bauprojekt Chennai
Im Rahmen der Internationalisierungsstrategie stärkt das Unternehmen seine Aktivitäten im indischen Chennai. Als Dreh- und Angelpunkt für das Asiengeschäft entsteht dort ein komplett neues Werk. Hier sollen künftig nicht nur Fertigungs- und Entwicklungsaufgaben, sondern auch administrative Tätigkeiten für den Konzern abgewickelt werden. Das Investitionsvolumen für die 8,5 Hektar Gesamtfläche liegt bei rund 10 Millionen Euro.
Klimagerät ExSys Cool
Das neue Klimagerät ExSys Cool der Reihe 8701 sorgt in explosionsgefährdeten Bereichen vollautomatisch für die richtige Temperatur und Belüftung.
Twinportal
Zusammen mit dem strategischen Partner conplement AG bietet R. STAHL inzwischen das White-Label-Portal „TWINPORTAL“ zur Verwaltung von digitalen Zwillingen und Produktdaten an.
Digitalisierung auf drei Ebenen
Strategisch positioniert sich das Unternehmen stärker als Systemanbieter und konzentriert sich weiterhin auf die Themen Digitalisierung und Internationalisierung. Digitalisierung findet auf drei Ebenen statt: im Unternehmen, bei den Produkten und bei der Bereitstellung digitaler Leistungen für Kunden.
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2025 – 2026 Kapazitätsanpassung, NEXUS und 150 Jahre R. STAHL
Auf Grund der geopolitischen Krisen trübt sich die Konjunktur weiter ein und die Nachfrage nach Explosionsschutz bleibt auf einem niedrigen Niveau. Um die Kosteneffizienz im globalen Wettbewerb sicherzustellen, ist R. STAHL gezwungen, seine Kapazitäten anzupassen und eine gewisse Anzahl an Arbeitsplätzen sozialverträglich abzubauen.
150 JAHRE R. STAHL!
Wie schon zum 125-jährigen Unternehmensjubiläum passt die wirtschaftliche Großwetterlage nicht zur Feierstimmung bei R. STAHL. Wie der gesamte deutsche Mittelstand muss sich das Unternehmen den strukturellen Herausforderungen des Wirtschaftsstandortes Deutschland und einer stärker werdenden internationalen Konkurrenz stellen.
Zukunftsentwicklungsprogramm NEXUS
Deshalb startet R. STAHL das Zukunftsentwicklungsprogramm NEXUS. Das Programm beinhaltet eine zukunftsorientierte Marktpositionierung, ein kundenzentriertes Produktportfolio, eine mitarbeiterzentrierte Digitalisierung, stärkere Internationalisierung sowie Effizienzgewinne bei Strukturen und Prozessen. Ziel ist es, die Stellung als führender Experte im Bereich Explosionsschutz zu sichern und den Kunden in Zukunft verstärkt Komplettlösungen und Services anzubieten.

